Dienstag, 15. Juni 2010

Kleiner Kurs "Unternehmergeist" für Hochbegabte und Hochkreative - 1. Die Odyssee der Berufswahl

Beim Coaching fällt mir immer wieder auf, dass viele Hochbegabte und Hochkreative eine wahre Odyssee durchlaufen, bevor sie endlich den richtigen Arbeitsplatz finden - falls sie ihn überhaupt finden, denn viele geben die Suche irgendwann auf, schränken sich in einer unliebsamen Arbeitsstelle ein, oft mit einem Burn-Out als Folge.
Die meisten Menschen stellen sich wohl vor, dass es für Hochbegabte und Hochkreative besonders leicht sein muss einen Beruf und passende Arbeit zu finden. Denn wer so viele Fähigkeiten und Ideen hat, dem stehen doch bestimmt alle Türen offen?
Das Gegenteil ist der Fall. Viele Hochbegabte und Hochkreative Menschen finden es schwer eine passende Arbeitsstelle zu finden. Dafür gibt es verschiedene Gründe.  Lasst uns mit diesem anfangen:

Hochbegabte und Hochkreative sind vielseitig und offen.
Viele dieser wunderbaren Menschen sind Generalisten. Sie interessieren sich für viele verschiedene Themengebiete und haben eine breite Palette an Fähigkeiten. Deutlich abgesteckte Zuständigkeiten und Aufgabenbereiche machen es den generalistisch veranlagten Tausendsassas unmöglich ihre vielseitigen Talente zu entfalten.Vielseitigkeit wird in vielen Arbeitsumgebungen eher als Nachteil gesehen: Er kann sich nicht entscheiden, denken Kollegen und Arbeitgeber. Oder: sie weiß nicht was sie will. Und nicht sofort wissen was man will wird an sich schon als eine negative Eigenschaft gesehen. Die Offenheit für Neues, die Hochbegabte und Hochkreative auszeichnet wird zwar in vielen Stellenanzeigen gesucht, in der Praxis stellt sich dann aber oft schon schnell heraus, dass nicht Offenheit für alles Neue gesucht wird, sondern nur für eine ganz bestimmte Art Neues, nämlich für die Ideen der Vorgesetzten.

Morgen mehr Gründe für die Odyssee der kreativen Geister...

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